Guillaume Canet

Guillaume Canet wurde am 10. April 1973 in Boulogne-Billancourt geboren. Weil seine Familie Pferde züchtete, fing er früh mit dem Reiten an und wollte zunächst Springreiter werden. Canet schaffte es bis in das französische Juniorenteam, musste seine sportliche Karriere jedoch nach einem schweren Sturz im Alter von 18 Jahren aufgeben und wandte sich der Schauspielerei zu. Er spielte zunächst am Theater, spezialisierte sich dann auf Fernsehen und Film und war auch als Drehbuchschreiber und Regisseur erfolgreich.

Ausbildung
Seinen ursprünglichen Berufswunsch Springreiter, der ihn bis in das französische Juniorenteam gebracht hatte, musste Canet nach einem schweren Sturz aufgeben. Daraufhin nahm er einen radikalen Richtungswechsel vor, schrieb sich am Pariser Cours Florent ein und startete seine Schauspielkarriere am Theater.

Alumni Schauspiel Berlin
Rollen
Erste Bühnenerfahrungen machte Canet am Théâtre Hebertot neben Christophe Malavoy in „La Ville dont le Prince est un Enfant“. Daneben war er bald in zahlreichen Fernseh- und Werbeproduktionen zu sehen. Sein Filmdebüt gab er in dem Kurzfilm Fils Unique. Seine erste bedeutende internationale Rolle spielte er 1999 in Danny Boyles The Beach neben Leonardo di Caprio.

In Andrzej Zulawskis Fidelity stand Canet neben Sophie Marceau vor der Kamera. 2002 war er mit Gerard Depardieu in Pitofs SciFi-Thriller Vidocq zu sehen. Im selben Jahr schrieb und drehte er seinen ersten Kinofilm, "Mon Idole", mit seiner damaligen Frau Diane Kruger in der Hauptrolle. 2003 spielte er mit seiner späteren Lebensgefährtin Marion Cotillard in Yann Samuells Film "Liebe mich, wenn du dich traust" (Jeux d‘enfants), der sich zu einem Langzeiterfolg entwickelte. Sein zweiter Regieversuch, "Kein Sterbenswort" (Ne le dis à personne, 2006), basiert auf einem Roman von Harlan Coben und war bei Kritikern und Publikum gleichermaßen erfolgreich.

Auszeichnungen
Canets Arbeit als Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur wird immer wieder mit bedeutenden Auszeichnungen gewürdigt. 1999 gewann er den Preis als bester Schauspieler beim Filmfestival Saint-Jean-de-Luz für seine Rolle in Barracuda. Im selben Jahr wurde er für seine Rolle in Verhängnisvolles Alibi (En Plein Coeur) für einen César in der Kategorie Bester Nachwuchsdarsteller nominiert. Canet war auch in Joyeux Noel zu sehen, einem Film über den „Weihnachtsfrieden“ im ersten Weltkrieg, der für einen Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert war. 2006 gewann er einen César als bester Regisseur für Kein Sterbenswort, der drei weitere César erhielt. Seine dritte Regiearbeit, Blood Ties, wurde 2013 in Cannes außer Konkurrenz gezeigt.