Audrey Tautou

Audrey Tautou wurde am 9. August 1976 in Puy-de-Dôme geboren. Als Schauspielerin legte Tautou einen Blitzstart hin: Kurz nach Abschluss ihrer Ausbildung (noch bevor ihre Karriere richtig losging), nahm sie 1998 an einer Talentshow des französischen Fernsehsenders Canal+ teil und wurde beim Nachwuchs-Filmfestival in Béziers als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit arbeitet sie auch häufig als Model. Sie ist das Gesicht von L‘Oréal und Chanel (Tautou wird oft als eine der „Musen von Chanel“ bezeichnet) und Markenbotschafterin für Mont Blanc. Sie interessiert sich auch für Fotografie und stellte vor einiger Zeit im Rahmen des Filmfestivals in Arles einige ihrer Arbeiten unter dem Titel „Superfacial“ aus.

Ausbildung

Dank der Unterstützung ihrer Eltern konnte Tautou die Pariser Schauspielschule Cours Florent besuchen. Zunächst war sie nur für einen zweiwöchigen Sommerkurs eingeschrieben, erhielt dann aber einen Vollzeitplatz und studierte nebenher Literatur an der Sorbonne. Nach Abschluss der Ausbildung setzte sie sich für den Start ihrer Schauspielkarriere eine Frist von einem Jahr, die sie aufgrund ihrer Teilnahme an der Talentshow von Canal+ und der Auszeichnung beim Filmfestival von Béziers auch einhielt.

Schauspiel studieren
Rollen
Audrey Tautou wurde durch ihre erste Hauptrolle in "Die fabelhafte Welt der Amélie" (Le fabuleux destin d'Amélie Poulain) über Nacht zum Star. Der Film war international überaus erfolgreich, räumte weltweit zahlreiche Preise ab und ist bis heute der umsatzstärkste französische Film, der je in den USA gezeigt wurde. Nach Amélie spielte Tautou in sehr unterschiedlichen Filmen, von Stephen Knights "Kleine schmutzige Tricks" (Dirty Pretty Things) über Jean-Pierre Jeunets "Mathilde – Eine große Liebe" (Un long dimanche de fiançailles) bis zum Hollywood-Blockbuster Sakrileg, Ron Howards Verfilmung des Bestsellers „The Da Vinci Code“ von Dan Brown, in dem sie neben Tom Hanks zu sehen war. In "Coco avant Chanel" verkörperte Tautou die junge Coco Chanel, in "Jacques - Entdecker der Ozeane" (L‘odyssée) die Entdeckerin Simone Melchior und in der romantischen Komödie Nathalie küsst (La délicatesse) eine Frau, die sich nach dem Tod ihres Ehemanns neu verliebt.

Auszeichnungen
Audrey Tautou konnte im Verlauf ihrer Karriere zahlreiche internationale Filmpreise entgegennehmen. Amélie wurde bei den Europäischen Filmpreisen zum Besten Film gekürt und gewann vier Césars, zwei BAFTAS und fünf Oscar-Nominierungen. Tautou selbst brachte der Film einen Prix Lumières und einen spanischen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin sowie neun Nominierungen als beste Hauptdarstellerin (unter anderem BAFTA, César und Europäischer Filmpreis) ein. Weitere Nominierungen als beste Hauptdarstellerin gab es für "Kleine schmutzige Tricks" (Europäischer Filmpreis) und für "Coco avant Chanel" (BAFTA, César und Prix Lumières). Zuletzt wurde Tautou für ihre Rolle in "L‘odyssée" für einen Globe de Cristal nominiert.